Port Royale : Gold, Power and Pirates

Seit Februar letzten Jahres arbeitet Ascarons Projektleiter Daniel Dumont zeitgleich mit der Entwicklung des Patrizier 2 AddOn`s am Konzept eines karibischen Patrizier 2-Ablegers. Die Grafiker und Programmierer von Ascaron haben ebenfalls überlappend neben der Entwicklung des meisterhaften Patrizier 2 AddOn`s mit den Arbeiten am neuen Projekt mit dem internen Arbeitstitel „Moonraker“ begonnen. In einer öffentlichen Abstimmung zur endgültigen Namensgebung des in Entwicklung befindlichen Spiels auf unserer Partnerseite md-gameinfos.de ging der kombinierte Titel: „Port Royale -Gold, Macht und Kanonen“ dann schließlich als Sieger hervor. Wir konnten nun, nachdem wir bereits im Januar nach einem Ortstermin bei den Entwicklern die ersten, uns von Ascarons Projetleiter Daniel Dumont erläuterten Auszüge aus Konzept und Umsetzung präsentieren konnten, einen weiteren Termin in Gütersloh wahrnehmen und uns eine weit fortgeschrittene Version von Port Royale anschauen. Lesen Sie hier unsere aktualisierte Vorschau mit allen wichtigen Fakten zum kommenden Genre-Highlight Port Royale.

Das Zeitalter der Entdeckungen

Port Royale handelt zur Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts, also etwa während des Zeitalters der Entdeckungen im Karibischen Meer und dem Golf von Mexico (Süd- und Westteil des Amerikanischen Mittelmeers). Ursprünglich 1492 vom genuesischen Seekaufmann in spanischen Diensten, Christoph Columbus, auf seiner vermeintlichen Fahrt gen Westen zur Rückseite Indiens am Ostrand der Alten Welt entdeckt, entwickelten sich die Antillen nach ihrer Entdeckung mithilfe militärischer Sicherung, der verkehrsmäßigen Erschließung, wirtschaftlicher Beherrschung sowie der rechtlichen Anbindung an die Kolonialmächte zum Ursprungspunkt großer Kolonialreiche.
Die Spanier, Franzosen, Briten und die Niederländer waren anfangs mit dem erklärten Ziel angetreten, notfalls mit politisch-militärischer Gewalt die Neue Welt samt den vorgelagerten Antillen für ihre Nation zu annektieren und die dort ansässigen „primitiven Urvölker“ zu missionieren. Bestimmt wurde das Vorgehen der Eroberer dabei fast ausschließlich von Wirtschafts- und Handelsinteressen, wie etwa dem Anbau von Zuckerrohr oder dem Export von Pelzen. Durch das einsetzende, vor allem wirtschaftliche und kulturelle Konkurrenzdenken, kam es bald zu ausgeprägten Kolonialrivalitäten.

Die Vereinigten Staaten von Amerika

Sehr viel später und außerhalb des spielbaren Zeitraumes in Port Royale kam es am 4. Juli 1776 zu der von europäischen Herrschern unerwarteten Unabhängigkeitserklärung des Kontinental-Kongresses, mit der die ehemaligen Kolonialisten die alten nationalen Zwänge abstreifen und auf dem Kontinent die erste Demokratie der Moderne installieren wollten. Damit war der Grundstein zur heutigen Weltmacht, den Vereinigten Staaten von Amerika, die 1783 im Frieden von Paris nach dem erbitterten Unabhängigkeitskrieg bestätigt wurden, gelegt.

Vom Leichtmatrosen zum Gouverneur

In Port Royal wird der Spieler, ähnlich Patrizier 1&2, zu Beginn in die Rolle eines Seekaufmanns schlüpfen. Zu Beginn ist das im Vergleich zu Patrizier 2 etwa viermal größere karibische Seegebiet um den Startpunkt, an dem sich der Spieler mit einer Schaluppe, dem eigentlichen Arbeitspferd der Kolonisierung der Neuen Welt, wieder findet, anfangs noch unerkundet und möchte erst vom Spieler durch Befahren mit seinen Schiffen erforscht und entdeckt werden. In dem Seegebiet werden sich im späteren Spiel insgesamt nicht weniger als sechzig Hafenstädte aller vier Nationen und jede Menge geheimnisvolle andere Orte und Überraschungen befinden. Während des Befahrens werden dann die bisher unbekannten Infos, wie etwa zu Name und Grösse der Städte, aufgedeckt.

Port Royale soll rund 2.5 mal so viele Hafenstädte wie Patrizier 2 samt der meisterhaften Spielerweiterung bieten. Je nach zuvor gewählter nationaler Zugehörigkeit und dem frei wählbaren Startzeitpunkt soll sich daraus später, abhängig von den damaligen, für die jeweiligen Nationen typischen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Verhältnissen, historischen Ereignissen und Konflikten, sowie anderen Faktoren und anders als in Patrizier 2 mit der Hanse als einzigem politischen System, ein sehr viel variablerer Spielverlauf ergeben.

Grundsätzlich soll es möglich sein, auf Seiten einer gegenüber den anderen Nationen gleichgewichteten Nation zu starten. Während die Spanier zu bestimmten Zeitpunkten beispielsweise nach Anzahl der Siedlungskolonien übergewichtet vertreten sind, startet der Spieler dann auf Seiten der holländischen Nation mit weniger, dafür aber größeren Städten.
Den leichten Spieleinstieg soll, wie gehabt, eine verständliche und umfangreiche virtuelle Spieleinführung ermöglichen, die den Spieler nahtlos und fließend ins Spiel entlässt.

Die ständige Übersicht über aktuelle Ereignisse und bedeutsame eigene und fremde Handlungen, wie etwa die Unterzeichnung von Friedensabkommen zwischen zwei Nationen, soll in Port Royale durch eine Chronik Gouverneure gegeben sein, die sich bei wichtigen Ereignissen auch selbständig mit einem Augenzwinkern zu Wort melden wird. Außerdem werden sich die kolonialen Gouverneure zu Wort melden, wenn der Spieler auf dem Weg ist, sich durch eigene Handlungen ihr Wohlwollen zu versagen.

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